Was versteht man unter Brauchtum?
Im jagdlichen Brauchtum versammelt sich die Gesamtheit der ungeschriebenen Gesetze, Sitten und Gebräuche rund um das Jagdwesen. Sie wurden einst von der Jägerschaft selbst festgelegt und ins Leben gerufen. Seitdem stehen sie unter ständigem Wandel und werden erweitert oder abgeändert, manche Bräuche verloren mit der Zeit auch an Bedeutung. Die ältesten Bräuche sind so alt wie die Jagd selbst.
Zwar unterliegen Bräuche keiner Gesetzgebung, trotzdem gibt es aber genaue Regeln und Riten, wie die Jagdbräuche gelebt werden. Diese reichen hin bis zu genauen Zeremoniellen, als Beispiel sei hier der Jägerschlag genannt.
Bräuche tragen dazu bei, eine gewisse Ordnung herzustellen, welche für einen geregelten Jagdbetrieb notwendig ist, sowie der Jagd nach außen ein einheitliches, aber trotzdem buntes Bild zu verleihen.
Die Grundsätze des Jägerbrauchs sind im gesamten deutschen Raum verbreitet, unterscheiden sich jedoch in Details von Gebiet zu Gebiet mehr oder weniger stark.
Zum jagdlichen Brauchtum gehören…
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der Begriff „Weidgerechtigkeit“
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die Jägersprache
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die Jagdmusik
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der Jägerschlag
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die Kleidung
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die Brüche
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die Streckenlegungen