Brauchtum - Kleidung
In erster Linie muss Jagdkleidung zweckmäßig sein. Trotzdem sollte sie aber bodenständig, bescheiden und in gedeckter Farbe gehalten sein. Grau-, Braun- oder Grüntöne sind die Farben der Jagd. Ausgenommen bei Treib- od. Gesellschaftsjagden und zur Nachsuche, wo sich die Signalkleidung bereits als Selbstverständlichkeit etabliert hat.
Naturnahe Materialen wie Loden, Wolle und Leder sollten Kunststoffen vorgezogen werden.
„Kein Jagen ohne Hut!“ – diese Aussage stimmt heute auch nicht mehr zu100%. Immer mehr ersetzt die Kappe den Lodenhut bei der Jagd. Es ist ja auch nichts Verwerfliches, doch sollte man dem Brauchtum zuliebe bei Jagdeinladungen und Gesellschaftsjagden stets einen Hut tragen.
Bei jagdlichen Veranstaltungen wie etwa der Hubertusmesse und auch bei Begräbnissen sollte dies selbstverständlich sein.
Dabei stellt sich immer wieder die Frage – Hut auf oder Hut ab?
Im Grunde genommen gehört der Hut aufs Haupt des Jägers/der Jägerin.
-
bei der Gesellschaftsjagd:
Der Hut ist so lange am Kopf, solange ihn auch der Jagdleiter trägt. Nimmt er diesen zur Begrüßung ab, tun ihm die Jäger das nach. Setzt der Jagdleiter diesen wieder auf, machen das auch die anderen. Auch bei der Streckenlegung und der Verabschiedung tut man dies dem Jagdleiter gleich.
-
beim Begräbnis
Der Hut wird mit dem Standesbruch getragen. Die matte Seite des Bruches nach Außen gerichtet. Während des Begräbnisses ist der Hut am Kopf. Beim Grab zieht man das letzte Mal den Hut und wirft den Bruch ins Grab.
-
in der Kirche
Im Rahmen einer Formation wird auch in der Kirche der Hut aufbehalten.
z.B. als Ehrenwache oder als Sargträger
Bei der Hubertusmesse wird der Hut von den Hirschträgern und Jagdhornbläsern aufbehalten, auch die Jägerin darf ihren Hut immer aufbehalten.