Brauchtum – Weidgerechtigkeit
Die Weidgerechtigkeit ist die Moral der Jäger und bildet den Grundstock des anständigen Jagens. Wer sich als fermer Jäger/ ferme Jägerin bezeichnen möchte, muss das Weidwerk nach den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit ausüben. Während man bei Gesetzesverstößen durch Strafen geahndet wird, wird ein Vergehen gegen die Weidgerechtigkeit mit Ächtung durch die Jägerschaft und schlechtem Gewissen bestraft.
Doch was versteht man unter weidgerechtem Jagen?
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Kenntnisse über das bejagte Wild zu besitzen
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Gedanken des Natur- und Tierschutzes zu pflegen
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Fairness gegenüber dem Wild - „Chance des Entkommens“
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ein guter Schütze zu sein
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weidgerechte Schussentfernungen einhalten – es darf nur so weit geschossen werden, als Treffsicherheit und Wirkung gewährleistet sind
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die richtige Treffpunktlage abwarten; keine Kunstschüsse und Versuche auf Wild
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Bei Treibjagden beschießt man kein Wild, welches gerade dem Nachbarn zuläuft.
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die Pflicht und Schuldigkeit Nachsuchen durchzuführen
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Übertriebenes Jagen an der Reviergrenze, damit der Nachbar nichts bekommt, ist zu unterlassen.
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Im Bestand bedrohtes Wild wird nicht gejagt.
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Mutterwild ist zu schonen
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Krankes Wild so rasch wie möglich vom Leid erlösen
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Gepflegte und funktionierende Ausrüstung ist eine Selbstverständlichkeit
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die optimale Versorgung und Verwertung erlegter Stücke
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Trophäen ehren und aufbewahren
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die Achtung vor der Natur und dem Wild wahren
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erlegten Stücken mit größtem Respekt und Dankbarkeit gegenüberstehen; kein Übersteigen des Wildkörpers, Brüche verwenden
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Hegemaßnahmen für alle Wildarten anwenden
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schonend und störungsarm jagen