top of page
Jagd Bezirk Gmünd
Informationswebsite des Jagdvereins Gmünd

Brauchtum – Streckenlegung

 

Die Streckenlegung bildet den Abschluss einer Gesellschafts- oder Treibjagd. Dabei wird damals wie heute der Respekt und die Achtung vor dem erlegten Wild bekundet. Man drückt damit Ehrung und Dankbarkeit gegenüber der Beute aus.

 

Das zur Strecke gekommene Wild wird nach Art, Geschlecht und Größe aufgelegt. Dabei liegen die Stücke immer auf der rechten Körperseite. Die Strecke selbst wird mit Reisig umrundet bzw. wird ein Bett aus Reisig angerichtet. Es wird darauf geachtet, dass die bruchwürdigen Stücke einen Letzten Bissen haben.

 

Die richtige Streckenlegung sieht wie folgt aus:

 

  • Schalenwild zuerst; in der Reihenfolge:

    • Rotwild (sowie Dam-, od. Sikawild)

    • Gämsen

    • Rehwild

    • Mufflon

    • Wildschweine

  • Haar- und Flugwild anschließend

    • Füchse

    • Hasen/Kaninchen

    • übriges Haarraubwild

    • Fasan

    • Ente

    • übriges Federwild

 

Der Jagdleiter und die Schützen stehen vor der Strecke („häupterwärts“), die Hornbläser, Hundeführer und Jagdgehilfen stehen dahinter.

 

Vom Jagdleiter wird die Strecke verkündet.

Die Jagdhornbläser umrahmen die Streckenlegung mit den passenden Signalen.

 

Folgendes wird beachtet:

 

  • ordnungsgemäße hygienische Versorgung muss gewährleistet sein

  • kein „Übereinanderwerfen“, sondern nebeneinanderlegen

  • vorheriges Aufbrechen/Auswerfen der erlegten Stücke

  • achtungsvoller Umgang, nicht über die Strecke oder ein erlegtes Tier steigen

  • sauberen Platz verwenden; Reisig als Unterlage

  • ACHTUNG vor Fotos/Postings in Medien und sozialen Netzwerken

 

 

Neben der Streckenlegung bei Jagden wird oft auch im Zuge von Veranstaltungen eine Strecke gelegt, wie etwa bei einer Hubertusmesse oder bei Hegering-Raubwildansitzen im Winter.

© 2014 by GJJ             Impressum                                       

bottom of page